*EXPERIMENTE

Das Projektes "seeds" lebt vom Diskurs mit der natürlichen Welt. Dieser Diskurs findet sich in der experimentellen Recherche der Materialitäten wieder. Die Samen sind die Basis für diesen Diskurs. Sie fordern den Betrachter auf, sich mit der natürlichen materiellen Welt auseinander zu setzten, diese zu beobachten und dabei vor allem eines: Zu warten. Mit der Zeit beginnen die Samen zu wachsen und entfalten sich in einer räumlichen Dimension, die real erfahrbar ist. Aus dem Samen wird eine Pflanze mit Blüten, die durch die Befruchtung neue Samen bilden. Der Samen steht in diesem Projekt metaphorisch für die natürliche materielle Welt. In dieser natürlichen Welt finden sich zirkuläre Prozesse, wie hier beschrieben, wieder.

In der ersten Versuchsuchsreiche wurden verschiedene Samen auf ein Leinentextil mit Latexpunkten geklebt. Es zeigte sich, dass Borretsch-Samen die ideale Wahl sind, da sie am zuverlässigsten auf dem Textil haften und nach nur wenigen Tagen des Bewässerns keimen.

Für eine ruhige und kontrastreiche Visualität ist dieses Projekt in schwarz-weiß gehalten. Erst durch den Wachstum der Samen kommt die Farbe grün dazu.

Für die Beobachtung der Samen sind diese mit einem wassergetränkten Baumwolltuch abgedeckt, damit sie nicht austrocknen.

Der Latex ist mit Kohlenstaub eingefärbt. Dadurch wird er zum einen schwarz, zum anderen dient die Kohle als Nährboden für die Pflanzen.